Palais Mamming | Ausstellungsarchiv
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Ausstellungsarchiv

Adventus

Krippen im Museum

17.11.2017–6.1.2018

Zur Adventszeit lud das Palais Mamming Museum zu einer Ausstellung, die den Krippen und weihnachtlichen Motiven in der sakralen Volkskunst gewidmet war. Seitdem Franz von Assisi im Jahre 1223 in Greccio die erste lebendige Krippe schuf, entwickelte sich die figürliche Darstellung der Geburt des Herrn zu einem wichtigen Bestandteil der Tiroler Weihnacht. Die reichhaltige Krippensammlung des Meraner Stadtmuseums beherbergt Stücke, die vom hohen Niveau des lokalen Kunsthandwerks zeugen, darunter eine Krippe, die aus rund hundert geschnitzten Figuren besteht. Gezeigt werden zudem Ölbilder aus dem 17. und 18. Jahrhundert, auf denen Meraner Kirchen und Gebäude zu erkennen sind. Als Besonderheit gilt ein kleiner Altar, wo neben der Geburtsszene die beiden Volksheiligen Katharina und Barbara dargestellt sind. Volkskunst, Volksfrömmigkeit und die Frohbotschaft gehen in dieser Sonderschau eine vorweihnachtliche Symbiose ein.

IMAGO

Paolo Quaresima

12.4.–15.10.2017

Nach dem Studium an der Kunstakademie und ersten Anfängen als Maler mit symbolischen Themen, ausgeführt im Stil der Divisionisten, hat sich der Meraner Paolo Quaresima (Jg. 1962) der Figur angenähert, bei der er sich auf die Einzigartigkeit des Individuums konzentriert hat und in der Umsetzung immer realistischer wurde. Über Jahre hat er nichts anderes gemalt, wobei er die Personen in essentiellen, kahlen Räumen abbildete, um den Menschen radikal in den Mittelpunkt zu stellen. In dieser Zeit standen ihm Meraner­innen und Meraner Modell, die in Einzel- oder Gruppenporträts sich selbst, Arbeits- und Alltagssituationen wiedergeben. Dies ermöglicht der Ausstellung Imago, einen Ausschnitt des Meraner Stadtlebens vorzustellen. In den letzten Jahren konzentriert sich der Künstler auf Ansichten und Stillleben verschiedener Objekte des täglichen Bedarfs, die so inszeniert werden, dass sie zu kleinen Theatersequenzen anwachsen. Letztendlich verliert Quaresima jedoch nie den Menschen aus seinem Blickfeld.

Franz Tappeiner

Kurarzt und Mäzen

Franz Tappeiner (1816–1902) war eine der Schlüsselfiguren aus der jüngeren Geschichte Merans: über 50 Jahre lang wirkte er als Arzt und Berater im damaligen Gesundheitswesen, begleitete den Umbau des noch mittelalterlich geprägten Landstädtchens zum glanzvollen Kurort und krönte sein Lebenswerk mit der Stiftung des Tappeinerweges. Die einmalige Höhenpromenade gehört längst zum Selbstverständnis der Passerstadt.Gemeinsam mit der Ausstellung ist außerdem das Buch Franz Tappeiner: Kurarzt und Mäzen / Medico e mecenate, erster Band der Reihe „Merabilia – Storia Meran/o Geschichte – Palais Mamming“ vorgestellt worden.

HOW TO BECOME FRIDA

Frida Parmeggiani

17.9.–20.11.2016

Palais Mamming Museum, Kunst Meran und die Universität Mozarteum Salzburg widmeten Frida Parmeggiani ein eigenes Ausstellungsprojekt. Die gebürtige Meranerin war zwischen 1978 und 2008 die gefragteste Kostümbildnerin Europas. Kunst Meran zeigte die Ausstellung Frida Parmeggiani – Kostümabstraktionen. Drei weitere Ausstellungssektionen wurden vom Palais Mamming Museum präsentiert: How to Become Frida vereinte Werke von Valentin Baumeister, Eric Droin, Amelie Klimmeck, Dejana Radosavljevic, Elisabeth Wegener und Anna Zadra aus dem Fachbereich Bühnen- und Kostümgestaltung, Film- und Ausstellungsarchitektur der Universität Mozarteum, geschaffen unter der Leitung von Prof. Henrik Ahr; Getting Close to Frida setzte sich aus fünf Dokumentarfilmen zusammen, die von Anna Brandstätter, Ruby Brockhausen, Miriam Hölzl, Charlina Lukas und Amelie Ottmann unter der Leitung von Prof. Alexander du Prel gedreht wurden; Working with Frida war eine fotografische Serie von Elisabeth Hölzl, die das künstlerische Schaffen Parmeggianis, den Entstehungsprozess der Kostüme sowie die einzelnen Entwicklungsphasen des Ausstellungsprojekts dokumentierte.

ICEBERG

Das verborgene Museum

20.4.–31.8.2016

Das Palais Mamming Museum ist die Spitze eines Eisbergs. Die Dauerausstellung unseres Museums zeigte mehr als achthundert spannende und faszinierende Objekte – doch es gibt viel mehr: In unseren Depots werden über 100.000 Objekte verwahrt! Manche dieser Objekte sind rätselhaft, bezaubernd, geheimnisvoll. Jedes einzelne hat eine Geschichte, einen Charakter, eine Identität. Das Palais Mamming Museum ist ein Wissensspeicher, ein Kompetenzzentrum, ein Ort der Forschung, der Diskussion, der Kunst. Aber vieles davon passiert im Dunkel des Depots, des Archivs, unbemerkt von den Besucherinnen und Besuchern des Museums. Die Sonderausstellung ICEBERG – Das verborgene Museum, kuratiert von Conny Cossa, erlaubte einen Blick hinter die Kulissen des Palais Mamming Museum, sie zeigte ein Universum im Kleinen, die kondensierte Essenz der Stadt Meran und des Burggrafenamts.